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Ratgeber

Intermittierendes Fasten – Anleitung für Ihren erfolgreichen Start

Intermittierendes Fasten ist einfach, effektiv und funktioniert für viele Menschen besser als traditionelle Diäten. Diese Anleitung zeigt die wichtigsten Methoden und wie Sie erfolgreich starten.

Aktualisiert: Juli 2026 | Lesezeit ca. 11 Minuten

Was ist intermittierendes Fasten?

Intermittierendes Fasten (IF) bedeutet, dass Sie in regelmäßigen Zeiträumen essen und fasten. Es ist nicht eine Diät, die Sie einschränkt, WAS Sie essen, sondern WANN Sie essen. Die beliebtesten Methoden sind 16:8 (16 Stunden fasten, 8 Stunden Essenszeit) und 5:2 (5 Tage normal essen, 2 Tage mit sehr wenig Kalorien).

Warum funktioniert das? In der Fastenphase sinkt Ihr Insulinspiegel und Ihr Körper nutzt gespeicherte Energie. Das kann zu Gewichtsabnahme, verbesserter Konzentration und stabileren Blutzuckerwerten führen.

Die populärsten Methoden: 16:8 und 5:2

MethodeAblaufSchwierigkeitBest für
16:816h fasten, 8h essen (z.B. 12-20 Uhr essen)AnfängerTägliche Routine, konsistent
5:25 Tage normal, 2 Tage sehr wenig (500kcal)Anfänger–MittelFlexibilität, soziale Anlässe
Eat-Stop-Eat1–2× pro Woche 24h fasten, sonst normal essenFortgeschrittenGezielte Gewichtsabnahme

Schritt-für-Schritt: So starten Sie

Woche 1: Beginnen Sie mit 12 Stunden fasten und 12 Stunden essen. Die meisten bemerken den Unterschied kaum, da ein Teil der Fastenzeit in den Schlaf fällt. Zum Beispiel: Letzte Mahlzeit um 20 Uhr, erste Mahlzeit am nächsten Tag um 8 Uhr.

Woche 2: Erhöhen Sie auf 14 Stunden fasten. Immer noch überschaubar. Ihr Körper stellt sich langsam um.

Woche 3+: Jetzt können Sie zu 16:8 wechseln, wenn Sie das Gefühl haben, dass es funktioniert. Das ist der beliebteste Standard — Sie frühstücken später oder überspringen es komplett und essen von Mittag bis 20 Uhr.

Was darf in der Fastenphase gegessen werden?

In der Fastenphase: Keine Kalorien. Das bedeutet:

  • Erlaubt: Wasser, Tee (schwarz, grün, Kräuter), schwarzer Kaffee, Brühe ohne Fett
  • Verboten: Alles mit Kalorien — das heißt auch kein Zucker im Kaffee, keine Milch, kein Fruchtjoghurt

In der Essensphase: Sie müssen nicht auf Kalorien achten, aber mit Menge und Qualität sollten Sie bewusst sein. Essen Sie echte, nährstoffreiche Lebensmittel — nicht Junk Food, auch wenn Sie technisch könnten.

Intermittierendes Fasten und Sport

Leichte bis moderate Bewegung während des Fastens ist kein Problem. Aber intensive Trainings sind besser nach dem Essen. Wenn Sie vor oder während des Trainings fasten, könnte sich der Muskelabbau erhöhen.

Ein Tipp: Wenn Sie mit IF trainieren, essen Sie direkt nach dem Training — Protein und Kohlenhydrate sind jetzt besonders wichtig.

Häufige Nebeneffekte und wie Sie sie vermeiden

Kopfschmerzen oder Energiemangel: Das passiert oft in den ersten paar Tagen. Ausreichend Wasser trinken hilft. Wenn es nach einer Woche nicht vorbei geht, könnte IF nicht für Sie geeignet sein.

Heißhunger am Ende der Fastenphase: Normal. Essen Sie zuerst etwas langsam Verdauliches (Suppe, Salat) statt direkt in Kalorien zu verfallen.

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Menschen mit Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, Essstörungen, Herzerkrankungen), Schwangere, Stillende und Kinder sollten vor dem Start des intermittierenden Fastens unbedingt Rücksprache mit einem Arzt halten.

Häufig gestellte Fragen

Ist Intermittierendes Fasten gesundheitsschädlich?
Nein, wenn Sie es richtig machen. Intermittierendes Fasten ist für die meisten Menschen sicher. In der Fastenphase reicht Wasser, Tee und schwarzer Kaffee. Menschen mit Essstörungen, schwangere Frauen und Kinder sollten Rücksprache mit einem Arzt halten.
Wie lange dauert es, bis ich Ergebnisse sehe?
Das ist individuell. Manche Menschen sehen in der ersten Woche Veränderungen (meist Wasserverlust), andere brauchen zwei bis drei Wochen. Das Wichtigste ist Konstanz — wenn Sie regelmäßig fasten, stellt sich der Körper ein und Ergebnisse kommen.
Was passiert, wenn ich in der Fastenphase hunger bekomme?
Das ist anfangs normal. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper dran. Ein Trick: Trinken Sie ausreichend Wasser oder Tee mit wenigen Kalorien. Das Hungergefühl vergeht oft nach 20 Minuten. Nach 1-2 Wochen wird es meist einfacher.
Kann ich Sport während des Fastens machen?
Ja, aber leichte bis moderate Aktivität. Intensive Trainings sind besser in der Essensphase. Wenn Sie trainieren während des Fastens, achten Sie darauf, danach gut zu essen und sich nicht überanstrengt zu fühlen.
Muss ich beim Essen in der Essensphase auf Kalorien achten?
Nicht unbedingt. Viele Menschen profitieren davon, dass sie in der verkürzten Essensphase natürlicherweise weniger essen. Aber wenn Sie nicht abnehmen, kann es sein, dass Sie in der Essensphase zu viel essen — dann hilft Achtsamkeit.
Ist 16:8 oder 5:2 besser für Anfänger?
16:8 ist für die meisten einfacher, weil Sie jeden Tag das gleiche Muster haben. 5:2 kann psychologisch leichter sein, wenn Sie nur bestimmte Tage fasten wollen. Probieren Sie beide eine Woche aus und sehen Sie, welche sich für Sie besser anfühlt.